Heimischen Vögeln jetzt helfen!

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Nisthilfen für Mauersegler und Mehlschwalbe

Bald kommen sie wieder aus den wärmeren Gefilden im Süden zu uns zurück, die Zugvögel. Sie müssen, wenn sie bei uns weiter heimisch bleiben sollen, geeignete Nistkästen zur Aufzucht ihrer Jungen vorfinden. In unseren zubetonierten und vollisolierten Bauten in Stadt und Land eine nicht immer einfach Angelegenheit.

Wo findet der Mauersegler noch unter einem Dachüberstand einen Spalt, um dort zu nisten? Und wo findet die Mehlschwalbe den für den Nestbau notwendigen Lehm auf unseren versiegelten Flächen?

Dabei sind z.B. die Mauersegler (Apus apus) ganz spezielle Vögel, deren ganzes Leben, vom Brutgeschehen abgesehen, im Flug abläuft, ja selbst Schlafen geschieht während des Fliegens! Im Sturzflug erreicht der er eine Geschwindigkeit von 200 km/h! Der Mauersegler ist bevorzugt von Mai bis Anfang August in unseren heimischen Gefilden, er verbringt die restliche Zeit des Jahres im wärmeren Süden (Afrika), besonders südlich des Äquators. Da der Mauersegler in Kolonien brütet, wird empfohlen, mindestens 3 Nistkästen in ca. 6 m Höhe an einer geschützten Wandfläche, z.B. unter Dachüberständen, Balkonen etc. anzubringen. Wichtig ist ein freier An-und Abflug sowie ein freier Flugraum unter den Nistkästen.

Sabine Geißler/pixelio.de

Die Mehlschwalbe (Delichon urbicum) ist ein typischer Zugvogel. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über fast ganz Europa und das außer- tropische Asien. Trotz dieses großen Verbreitungsgebietes werden lediglich zwei Unterarten unterschieden. Die westeurasischen Brutvögel überwintern in der Regel in Afrika in einem Gebiet, das sich von der Süd- grenze der Sahara bis zur Kapprovinz erstreckt. Die ostasiatischen Brut- vögel halten sich während des Winterhalbjahres in einem Gebiet auf, das vom Süden Chinas über Indonesien bis nach Assam reicht. Da die Mehl- schwalben Koloniebrüter sind, sollten Sie ihnen mehrere Nester neben- einander anbieten. 30 cm breite Bretter, ca. 50 cm unter den Nestern angebracht, schützen vor herabfallendem Kot.

Selber Nisthilfen bauen ist zwar möglich, doch erfordert es ein wenig Geschick und Zeit. Eine breite Auswahl finden Sie beim Futterspatz sowie im gut sortierten Zoo-Fachhandel.

Text: Franz Josef Heinrichs

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