Umgang mit Herdenschutzhunden soll rechtssicher gemacht werden

Französische Pyrenäenberghunde
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Herdenschutzhunde behüten Weidetiere wie ihre eigenen Welpen. Besonders Schafherden profitieren von den sanften Riesen, denn der Wolf ist zurück in Deutschland. Damit die Hunde rechtssicher eingesetzt werden können, soll ein erster Entwurf die Tierschutz-Hundeverordnung reformieren.

Bereits seit einigen Jahren fühlt sich der Wolf auch in Teilen von Deutschland wieder heimisch. Mensch und Tier müssen sich darauf einstellen, besonders gut gelungen ist dies einigen Schäfern. Sie haben einen „wolffreundlichen“ Umgang mit den grauen Raubtieren gefunden: Herdenschutzhunde behüten, beschützen und verteidigen „ihr“ Rudel im Notfall.

Loyaler Riese beschützt seine Schäfchen
Besonders im Nord-Osten von Deutschland sind Schäfer auf den Einsatz von Herdenschutzhunden angewiesen. Denn dort wurden 2016/2017 60 Wolfsrudel beobachtet. Die Tiere gehen ihrem Instinkt nach und jagen, um zu überleben – ein natürliches Verhalten. Verständlicherweise wollen Schäfer jedoch ihre Herden schützen. Wirksames und vor allem tierfreundliches Mittel ist der Herdenschutzhund. Dieser ist loyal, freundlich und beschützend und vor allem bestimmt. Kommt seiner Herde jemand zu nah – egal ob fremder Mensch oder Wolf – verteidigt und beschützt er sie.

Verbände fordern Reform
Damit der Einsatz von Herdenschutzhunden rechtssicher wird, soll nun die Tierschutz-Hundeverordnung bei Wahrung des Tierschutzgesetzes angepasst werden. Denn bisher sah der Einsatz von Hütehunden vor, dass selbst in Naturschutzgebieten Schutzhütten für die Hunde aufgestellt werden und die Hunde nicht hinter einem schützenden Elektrozaun gehalten werden durften. Die Vorschriften müssten überholt werden, da vermehrt robuste Rassen wie z.B. Französische Pyrenäenberghunde für den Schutz vor dem Wolf eingesetzt werden. Denn da die Hunde ein sehr dichtes Fell haben, können sie auch bei kalten Temperaturen auf Hundehütten verzichten. Etwas, worunter der Hund Schutz suchen kann, wie z.B. eine Hecke, muss jedoch vorhanden sein. Und wenn die umzäunte Fläche groß genug ist, spricht nichts gegen den Aufenthalt des Hundes im Zaun bei seiner Herde. Aus tierschutzrechtlicher Sicht machen diese Vorlagen in diesem Fall wenig Sinn, zudem machen sie die Arbeit für die Schäfer schwierig bis unmöglich. Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt das Vorhaben und hat sich mit acht weiteren Verbänden an dem Entwurf beteiligt, damit der Wolf weiterhin auf natürlich Art und Weise von Schafen ferngehalten werden kann.

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