Hinter den Kulissen von Trab- und Galopprennen

Trabrennen
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Immer wieder fallen Trab- und Galopprennen durch hohe Missstände im Umgang mit den Pferden auf. Allein in den vergangenen zwei Jahren fanden durch Verletzungen, wie z.B. Beinbrüche, aber auch durch pure Erschöpfung, 18 Pferde noch auf der Rennbahn den Tod.

Trab- und Galopprennen stehen schon seit einigen Jahren in der Kritik. Immer wieder gelangen tierschutzwidrige Trainingsmethoden an die Öffentlichkeit. Der übermäßige Gebrauch der Peitsche wird dabei besonders oft bemängelt. Auch auf der Rennbahn werden Jockeys immer wieder bestraft, da sie das „Antriebwerkzeug“ zu stark und ohne Rücksicht auf das sensible Tier gebrauchen. Immerhin wurden insgesamt 37 Strafen an die Verantwortlichen verhängt. Was jedoch im Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschieht, weiß niemand.

Kein pferdegerechtes Verhalten erlaubt
Denn auch abseits der Rennbahn haben die Pferde keine Chance auf ein natürliches Verhalten. Sie müssen meist die Tage zwischen den Rennen in ihren Boxen verbringen. Weidegang ist für die Tiere ausgeschlossen. Einmal am Tag werden sie für eine kurze, aber sehr intensive und anstrengende Trainingseinheit aus ihrer Box geholt. Dazu bekommen die Pferde viel zu energiereiches Kraft- und kaum Raufutter. Oft sind die Folgen der einseitigen Ernährung Magengeschwüre. Zudem sind die meisten Rennpferde noch „Kinder“, wenn sie ihr erstes Rennen bestreiten müssen. Allein 2017 gingen über 420 Jungpferde im Alter von nur 2 Jahren an den Start. Unter normalen Umständen würden die Pferde in diesem Alter noch gar nicht eingeritten, geschweige denn bei einem Turnier vorgestellt.

Wettkämpfe nicht unterstützen
Leider ist der Umgang mit dem Pferd vom Wettkampfgedanken des Menschen geprägt – ein fataler Zustand für die hochsensiblen Fluchttiere. Die Pferde stehen während den Rennen unter höchstem Stress, sind angespannt und haben Angst. Oft müssen sie mit Hilfe von mehreren Menschen, Scheuklappen und unter Einsatz der Peitsche in die enge Startbox bei einem Galopprennen gezwängt werden. Trotz allem zieht es jedes Jahr allein in Deutschland etwa eine Millionen Zuschauer zu Pferderennen. Wir und der Deutsche Tierschutzbund appellieren deshalb an alle Tierfreunde: Bitte unterstützen Sie solche Veranstaltungen nicht durch Ihren Besuch!

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