Weltweite Amphibien-Apokalypse

Kröte im Wasser
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Weltweit leben mehr als 700 Arten von Amphibien. Unter Amphibien versteht man Landwirbeltiere, die ein Gewässer brauchen, um sich fortzupflanzen. Ein bekanntes Beispiel für eine Amphibie ist z.B. eine Kröte.

Globales Massensterben
Laut einer aktuellen Studien sind viele von den 700 verschiedenen Arten jedoch bedroht. Der Krankheitserreger „Chytridpilz“ löst ein globales Massensterben aus! Man kennt den Pilz bereits seit mehreren Jahren, doch wie nun bekannt wird, dezimiert er mehr Arten als zunächst angenommen. Im Jahr 2017 waren „nur“ 202 Arten bedroht, heute sind es bereits mehr als 500! Keine andere Krankheit bedroht die Amphibien weltweit so drastisch wie der „Chytridpilz“.

Von Pilzen, dem Klimawandel und der Erderärmung
Bei dem Pilz handelt es sich um einen sogenannten „Töpfchenpilz“, der ausschließlich Amphibien befällt und eine Krankheit auslöst, an der viele Kröten, Frösche und Lurche sterben. Er breitet sich bereits seit den 1980er-Jahren aus. Warum und wie sich der Pilz so schnell und tödlich ausbreiten kann und konnte, ist nicht ganz gewiss. Die Umweltverschmutzung und die Klimaerwärmung spielen jedoch auf jeden Fall eine Rolle.

Besonders betroffen bei der Ausbreitung sind dabei Amphibien in Mittel- und Südamerika sowie Australien. Der Pilz befällt die Haut des kleinen Tieres und breitet sich dort aus. Wie genau der Pilz zum Tod der Tiere führt ist jedoch auch noch nicht abschließend geklärt. Es wird vermutet, dass er den Wasser- und Elektrolyt-Haushalt der Tiere so beeinträchtigt, dass sie letztendlich sterben. Eine andere Theorie besagt, dass der Pilz Giftstoffe abgibt und das Tier so vergiftet wird.

Wichtige Maßnahmen
Da der Krankheitserreger noch relativ schlecht eingeschätzt werden kann, fällt es auch schwer Gegenmaßnahmen zu treffen. Um eine weitere Verbreitung jedoch zu regulieren, ist eine höhere Biosicherheit dringend nötig sowie der Handel mit Wildtieren einzuschränken!

Illegaler Welpenhandel reißt nicht ab

Kleiner Welpe
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Es sind Chihuahuas, Zwergspitze und American Staffordshire-Bullterrier, die auch 2017 ihren Weg nach Deutschland fanden. Hübsche kleine Rassehunde, die zwar niedlich aussehen und für einen günstigen Preis erworben werden können, die jedoch oft krank und verhaltensauffällig sind. Meist in Rumänien, Ungarn oder Bulgarien in sogenannten „Vermehrerzuchten“ gezüchtet, werden sie mit nur wenigen Wochen in kleine Käfige gesteckt und mit Lastwagen oder Autos übereinander gestapelt nach Deutschland gebracht. Hier werden sie zu Spottpreisen über Portale wie z.B. „eBay-Kleinanzeigen“ verkauft.

Krank und viel zu jung
Dehydriert, hungrig, krank und in einem allgemein sehr schlechten Gesundheitszustand kommen die kleinen Hunde nach einer langen Reise an. Sie leiden häufig an Parasiten und Durchfallerkrankungen, da sie weder geimpft noch entwurmt sind. Auch die frühe Trennung von ihren Müttern macht den Welpen zu schaffen. Mit gerade einmal acht Wochen oder jünger müssen sie ihr Muttertier verlassen – „normal“ ist eine Trennung im Alter von 12 Wochen. Die illegal importierten Welpen sind jedoch nicht nur selbst von den katastrophalen Bedingungen ihrer Herkunft betroffen. Auch Menschen, die im Kontakt mit den nicht geimpften Hunden stehen, können sich mit diversen Krankheiten anstecken.

Größte Herausforderung
Häufig werden die Transporter an der Grenze zu Bayern gestoppt – zum Glück für die Tiere! Wer weiß, wo sie sonst landen würden. Meist werden sie aufgrund eines Verstoß gegen das Tiergesundheitsgesetz beschlagnahmt. Eine der größten Herausforderungen des illegalen Heimtierhandelns ist dann die Unterbringung der Tiere. Allein 2017 mussten über 11.000 Hunde und Kleintiere, wie z.B. Ratten, Mäuse und Kaninchen aufgenommen werden. Alle waren dringend auf einen Platz in einem Tierheim angewiesen und mussten in den meisten Fällen aufwendig gesundheitlich und seelisch aufgepäppelt werden. Dabei kostet beispielsweise ein beschlagnahmter Welpe ein Tierheim rund dreimal so viel wie ein „normaler“ Fundhund. In den meisten Fällen bleiben sie auf den Kosten sitzen.

Bitte unterstützen Sie die grausamen Machenschaft des illegalen Welpenhandels nicht, indem sie über Internet-Portale Hunde und andere Tiere aus unbekannter Herkunft erwerben! Viele treue und tolle Tiere warten in deutschen Tierheimen auf ein Für-immer-Zuhause – geben Sie ihnen einen Chance!

Lebendtiertransporte in Drittländer

Kälbchen im Stall
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Die trächtige Kuh sollte mit ihren Artgenossen von Landshut nach Usbekistan transportiert werden. Eine Strecke von etwa 5.000 Kilometer und einer über mehrere Tage andauernden Fahrt. Eine Tierärztin des Veterinäramtes Landshut in Bayern verhinderte den Transport des werdenden Muttertieres – und setzte damit ein Zeichen gegen den Lebendtiertransport in sogenannte Drittländer. Darunter versteht man Länder, bzw. Staaten, die nicht zum Europäischen Wirtschaftsraum gehören. Auch der Landshuter Landrat bekräftigte die Tierärztin in ihrer Entscheidung und verkündete, dass das Veterinäramt Landshut solche Transporte in Zukunft verweigern würde.

Unzureichender Tierschutz
Über vier Millionen Kühe, Schweine und andere Tiere werden jährlich aus der EU in Drittländer, wie z.B. Usbekistan, aber auch Tunesien in Nordafrika, exportiert. Sendungen, wie z.B. „37 Grad“, veröffentlichten Bilder, die den schrecklichen Umgang mit den Tieren zeigen. Kühe werden beim Entladen von den Transportern geschlagen, Augen ausgestochen und Sehnen durchtrennt. Zuletzt werden sie ohne Betäubung geschlachtet. Schreckliche Umstände, die gegen die in der Europäischen Union geltenden Tierschutzgesetze verstoßen. Der Europäische Gerichtshof hatte entschieden, dass das EU-Recht, und somit auch die damit verbundenen Tierwohlstandards während des Transportes, eingehalten werden müssen. Leider ist der Tierschutz in diesen Ländern meist unzureichend oder sogar gar nicht vorhanden.

Vorbildfunktion
Thomas Schröder, Präsident unseres Dachverbandes, nennt die Entscheidung des Landrats und des Veterinäramtes „extrem mutig und vorbildlich“. Es solle kein Tier auf eine solch lange Reise geschickt werden, schon gar kein trächtiges, so Schröder weiter. Der Deutsche Tierschutzbund hofft nun, dass sich mehr Landkreise ein Vorbild an Landshut nehmen und der Transport von Tieren in weit entfernte Drittländer ganz untersagt wird.

Mehr Informationen zum Thema Tiertransporte gibt es hier.

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