Der Kampf gegen den Taubenhass

Stadttaube
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Erklärtes Ziel der Kampagne ist, die Bevölkerung über Vorurteile aufzuklären und mit dem negativen Image der Taube aufzuräumen. „Immer wieder erreichten uns schockierende Meldungen von Tierhassern, die Stadttauben vergiften, anzünden, abschießen, mit Öl beschmieren oder anderweitig quälen und töten. Das macht fassungslos und traurig. Tauben verdienen einen respektvollen Umgang wie jedes andere Lebewesen auch“, sagt Nadine Waltschyk, Referentin Campaigning beim Deutschen Tierschutzbund.

Schlimme Vorurteile
Der Mensch trägt nämlich sogar „die Schuld“ an den Taubenpopulationen in Städten. Er hat die mittlerweile verwilderten Haustauben ursprünglich für seine Zwecke genutzt und mit in die Städte gebracht. Heute fühlen sich viele Menschen von den grauen Vögeln gestört und viele von ihnen befürchten sogar ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Dabei ist dieses nicht größer als bei allen anderen Vögeln auch. Zudem sind Tauben entgegen vieler Meinungen sehr intelligente und freundliche Tiere, die einfach nur glücklich leben wollen – ebenso wie wir Menschen.

Verstärkte Werbung
Um den tierschutzwidrigen Vergrämungsmethoden in Städten vorzubeugen, wirbt der Deutsche Tierschutzbund ab nun verstärkt in verschiedenen Großstädten mit sogenannten „Ground-Postern“, Postern, die auf dem Boden angebracht werden und so für besonders viel Aufmerksamkeit sorgen.

Neben der Mediaarbeit des Deutschen Tierschutzbundes setzt sich der Verein auch für einen flächendeckenden Einsatz von Taubenhäusern ein, die den Tauben artgerechtes Futter und attraktive Nistmöglichkeiten bieten, sodass Eier leicht durch Attrappen ausgetauscht werden können. Die Zahl der Tauben kann so dauerhaft verringert werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Deutschen Tierschutzbundes: www.tierschutzbund.de/taubenschutz.

Majestätische Entscheidung – Queen wird pelzfrei

Queen Elisabeth II
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Lange Zeit wickelte sich die Queen von England in Modestück aus Pelz. Doch vor kurzem gab ein Pressesprecher des Buckingham Palace, der Residenz der Monarchin in London, bekannt, dass die Queen ab nun nur noch Kleidung aus „Fake-Fur“, also Kunstfell, tragen wird. Dazu werden alle neuen Kleidungsstücke, die für die Queen genäht werden, einschließlich Mäntel, Hüte und zeremonielle Roben, die Pelz erfordern, aus tierfreundlichem Kunst-Pelz hergestellt.

Leuchtendes Beispiel
Angela Kelly, die langjährige Schneiderin und Vertraute der Königin, sagt dazu: „ Wenn ihre Majestät bei besonders kaltem Wetter, z.B. an einer Verlobung teilnehmen soll, wird ab 2019 Kunstfell verwendet, um sicherzustellen, dass sie warm bleibt.“ Die vorhandenen Pelz-Kleidungsstücke wird die Queen wohl weiterhin tragen, wie der Buckingham Palace bekannt gab. Doch die Queen geht mit ihrer Entscheidung für mehr Tierwohl auch so als gutes Beispiel voran.

Von Aktivisten begrüßt
Immer wieder wurde Elisabeth II dafür kritisiert, dass sie weiterhin Pelz trug. Mit ihrer majestätischen Entscheidung gegen Echtfell an der Kleidung setzt sie einen wichtigen Schritt, den Tierschutz-Aktivisten und auch Claire Bass, Geschäftsführerin der Humane Society International, sehr begrüßte: „Wir freuen uns, ihre Majestät offiziell pelzfrei geworden ist.“

Die Zucht von Tieren für die Pelzindustrie ist bereits seit fast zwei Jahrzenten in Großbritannien verboten. Damit war das Vereinigte Königreich das erste Land der Welt, das die Zucht aus ethischen Gründen verboten hat. Leider ist es weiterhin erlaubt, Pelze aus anderen Ländern, wie z.B. Finnland oder China zu importieren. Hier fordern Tierschützer, auch den Handel und den Verkauf mit Echtpelz zu verbieten.

Neu entdeckte Hybridzone zwischen Kolibri-Arten

Eichhörnchen
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Man geht davon aus, dass sich eine Art „reproduktiv isoliert“ verhält, das heißt, dass sie sich nicht mit anderen Arten in freier Wildbahn paart. Wie nun in der Fachzeitschrift „The Auk: Ornithological Advances“ veröffentlicht wurde, konnten Forscher beobachten, dass sich zwei eng verwandte Kolibri-Arten kreuzen. Die „Grünrücken-Zimtelfe“ und die „Rotrücken-Zimtelfe“, wie die beiden Vogelarten schwungvoll heißen, verwischen somit die Artengrenze. Die Wissenschaftler hoffen nun, Schlüsse aus dieser Paarung für ein besseres Verständnis der Entstehung und Erhaltung zu gewinnen.

Phänomen Hybridzone
Das Phänomen das beobachtet wurde, nennt sich „Hybridzone“. Dies ist ein Gebiet, in dem zwei eng verwandter Arten überschneiden und miteinander kreuzen. In diesem Fall befindet sich diese Zone in Nordkalifornien und Südoregon. Die Paarung der beiden Arten fiel auf, als Brian Myers von der San Diego State University und seine Kollegen Daten zu den körperlichen Merkmalen und dem Balzverhalten von mehr als 300 Kolibris sammelten.

Die Kreuzung der „Grünrücken-Zimtelfe“ und der „Rotrücken-Zimtelfe“ könnte Auswirkungen auf die Zukunft der Arten haben. „Da die Artenvielfalt weiter abnimmt, ist es wichtiger denn je, zu verstehen, wie neue Arten entstehen […]“, so Brian Myers.