Versuchstierzahlen bleiben auf Rekordniveau

Laborratte
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Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zeigt, dass immer noch Millionen Tiere für Tierversuche in Deutschland missbraucht werden.

Dabei bleibt die Anzahl der Tiere auf einem konstant hohen Level. Im Jahr 2017 sind fast drei Millionen Tiere in Versuchen missbraucht und verbraucht worden – eine erschreckend hohe Zahl, wenn man bedenkt, dass die Bundesregierung bereits seit einigen Jahren einen Ausstieg aus allen Tierversuchen verspricht.

Wie im Vorjahr wurden vor allem Mäuse und Ratten in Tierversuchen verwendet. Doch auch Fische, Hunde und Katzen mussten großes Leid über sich ergehen lassen. Die Zahl der in Tierversuchen eingesetzten Affen stieg um über 1.000 Tiere! Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, findet klare Worte: „Es ist ethisch mehr als verwerflich, dass sich die Forscher immer stärker an unseren nächsten Verwandten vergreifen, anstatt deren Anzahl in Tierversuchen zu reduzieren.“

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Fellfarbe bestimmt Lebenserwartung

Brauner Labrador-Welpe
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Labrador Retriever-Besitzer aufgepasst: Laut einer aktuellen Studie soll die Fellfarbe ihres Lieblings maßgeblichen Einfluss auf die Lebenserwartung haben.

Fast 2100 zufällig ausgewählte Hunde aus dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland wurden bei der Studie miteinander verglichen. Das traurige Ergebnis: Die schokofarbenen Labradore leben rund eineinhalb Jahre kürzer als schwarze oder weiße Exemplare. Diese haben ein Durchschnittsalter von 12,1 Jahren, ihre braunen Verwandten lediglich 10,7 Jahre.

Überzüchtung
Der Grund dafür liegt laut den Forschern bei der Züchtung. Denn um einen schokofarbenen Wurf zu bekommen, müssen beide Elternteile das Gen für die Farbe „Braun“ in sich tragen. Dabei schrumpft die Vielfalt und die Negativ-Effekte, wie z.B. eine höhere Krankheitsanfälligkeit, steigen. Ottmar Distl, Direktor des Instituts für Tierzucht und Vererbungsforschung in Hannover, rät im Sinne der Tiere dringend davon ab, nur in einer Farbvariante zu züchten. Nur so könnten Krankheiten veringert werden.

Mehr Respekt für Stadttauben

Taube
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Tauben gelten bei einem Großteil der Bevölkerung als dumm und werden als „Ratten der Lüfte“ bezeichnet. Dass die Vorurteile gegenüber den grauen Vögeln ungerecht erhoben werden, möchte der Deutsche Tierschutzbund mit seiner Kampagne „#RespektTaube“ beweisen.

Der Deutsche Tierschutzbund möchte mit seiner Kampagne über das wahre Wesen der Tauben aufklären, mit den Vorurteilen aufräumen und aufzeigen, dass ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Taube möglich ist. Denn Tauben sind entgegen vieler Meinungen sehr intelligente Tiere. In einem Experiment in Tokyo wurde z.B. ihr Abstraktionsvermögen getestet, also die geistige Fähigkeit aus dem Besonderen das Allgemeine zu entnehmen. Am Ende des Tests waren die Tauben in der Lage, Gemälde von Pablo Picasso und Claude Monet zu unterschieden – eine großartige kognitive Leistung.

Symbol für Liebe und Frieden
Doch Tauben sind auch sehr liebevolle Tiere, die ihrem Partner meist ihr ganzes Leben lang treu bleiben. Sie stehen sowohl für Frieden, als auch für Liebe – ganz im Gegensatz zu ihrem ungerechten Ruf. Besonders Stadttauben müssen unter vielen Vorurteilen leiden. Die „Ratten der Lüfte“ sollen Krankheiten übertragen und besonders unsauber sein. Dabei ist die Gefahr einer Ansteckung mit einer Krankheit durch eine Taube nicht höher als durch andere Wild- und Ziervögel.

Auch aufgrund ihres Rufes werden Tauben unter tierschutzwidrigen Methoden vertrieben, aber auch gefangen und getötet. Menschen treten und verscheuchen die sensiblen Tiere, deren Leben schon schwer genug ist. Man muss die Vögel nicht lieben, jedoch mit dem Respekt behandeln, den sie verdient haben.

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