Neu entdeckte Hybridzone zwischen Kolibri-Arten

Eichhörnchen
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Man geht davon aus, dass sich eine Art „reproduktiv isoliert“ verhält, das heißt, dass sie sich nicht mit anderen Arten in freier Wildbahn paart. Wie nun in der Fachzeitschrift „The Auk: Ornithological Advances“ veröffentlicht wurde, konnten Forscher beobachten, dass sich zwei eng verwandte Kolibri-Arten kreuzen. Die „Grünrücken-Zimtelfe“ und die „Rotrücken-Zimtelfe“, wie die beiden Vogelarten schwungvoll heißen, verwischen somit die Artengrenze. Die Wissenschaftler hoffen nun, Schlüsse aus dieser Paarung für ein besseres Verständnis der Entstehung und Erhaltung zu gewinnen.

Phänomen Hybridzone
Das Phänomen das beobachtet wurde, nennt sich „Hybridzone“. Dies ist ein Gebiet, in dem zwei eng verwandter Arten überschneiden und miteinander kreuzen. In diesem Fall befindet sich diese Zone in Nordkalifornien und Südoregon. Die Paarung der beiden Arten fiel auf, als Brian Myers von der San Diego State University und seine Kollegen Daten zu den körperlichen Merkmalen und dem Balzverhalten von mehr als 300 Kolibris sammelten.

Die Kreuzung der „Grünrücken-Zimtelfe“ und der „Rotrücken-Zimtelfe“ könnte Auswirkungen auf die Zukunft der Arten haben. „Da die Artenvielfalt weiter abnimmt, ist es wichtiger denn je, zu verstehen, wie neue Arten entstehen […]“, so Brian Myers.

Symbiose zwischen Eichhörnchen und Vögeln

Eichhörnchen
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Zieht beispielsweise ein Falke seine Kreise am Himmel, warnen sich Singvögel untereinander mit Alarmrufen. Verlässt der Raubvogel das Gebiet, gehen die Singvögel wieder ihrem normalen Gezwitscher nach. Graue Eichhörnchen scheinen dieses natürliche Warnsystem zu nutzen und hören ganz genau hin, um sich selbst zu schützen.

Vermutung bestätigte sich
Forscher vermuteten schon lange, dass eine Art Symbiose zwischen den beiden Tieren bestehe. Aus diesem Grund beobachteten die Wissenschaftler das Verhalten von 54 wilden grauen Eichhörnchen in Parks und Wohngebieten, unter anderem im US-Bundesstaat Ohio. Dazu stellten sie Lautsprecher auf, die abwechselnd das Rufen eines Rotschwanzbussards, entspanntes Vogel-Gezwitscher und Alarmrufe von Singvögeln aussendeten.

Von entspannt zu wachsam
Die Ergebnisse waren eindeutig: Als der Ruf ihres natürlichen Feindes ertönte, veränderte sich ihr Verhalten von entspannt zu wachsam. Danach ließen die Forscher „normales“ Vogelgezwitscher ertönen, welches die Eichhörnchen sogleich gelassener werden ließ. Auch auf eine Aufzeichnung von aufgeregtem Vogelgezwitscher mit Alarmrufen reagierten die Eichhörnchen mit Vorsicht und stoppten beispielsweise ihre Nahrungssuche.

Das Team der Wissenschaftler aus den USA freut sich sehr über die neu gewonnenen Erkenntnisse und war erstaunt, wie gut Tiere unterschiedlicher Art miteinander kommunizieren können.

Viele Jungvögel werden zu schnell gerettet

Kleiner Spatz im Gras
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Häufig kommt es vor, dass in Gärten und Parks sowie Waldgebieten Jungvögel auf dem Boden zu finden sind. Wenn man sich als Mensch nähert, fliegen sie nicht weg sondern bleiben vermeintlich hilflos sitzen und bewegen sich nicht. Für viele Tierfreunde ein eindeutiges Zeichen: Der Vogel muss aus dem Nest gefallen sein! Dies kann auch gut möglich sein, doch es handelt sich nicht immer um einen Notfall, der menschliches Eingreifen erfordert. Ist der junge Vogel bereits befiedert und weist keine Verletzungen auf, muss er wahrscheinlich nicht gerettet werden.

Tipps für den richtigen Umgang
Anders sieht das bei noch nackten Vögelchen aus. Diese müssen wieder zurück ins Nest, damit sie eine Überlebenschance habe. James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund, erklärt dazu: „Sehr junge Vögel, die kaum oder gar keine Federn haben und hilflos am Boden liegen, sind meist aus dem elterlichen Nest gefallen. Um sie dorthin zurückzusetzen darf man die Tiere auch berühren – die Altvögel stören sich nicht am menschlichen Geruch!“. Wenn ein kleiner Vogel zwar befiedert ist, jedoch eine eindeutige Verletzung aufweist, sollte der Mensch eingreifen. Dazu sollte ein großer Pappkarton, der mit einem Handtuch ausgelegt ist, vorbereitet werden. In diesen kann der Vogel dann vorsichtig gesetzt werden. Da die Tiere häufig unterkühlt sind, sollten sie an einem etwas wärmeren Ort, wie z.B. ins Haus gestellt werden. Futter sollte dem Kleinen erstmal nicht angeboten werden, Wasser hingegen kann sehr wichtig für die Gesundheit sein. Zunächst eine kleine Schale mit Wasser aufstellen und schauen, ob sich der Vogel selbst bedient. Falls nicht, ganz vorsichtig mit einem Finger einen Tropfen aufnehmen und an den Schnabel halten. Aus Erstickungsgründen sollte keinesfalls eine Pipette benutzt werden! Nachdem die ersten Vorkehrungen getroffen wurden, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden, der sich dem kleinen Vogel annimmt und ihn fachkundig untersucht.

Achtung, Nestflüchter und Ästlinge!
Viele wissen gar nicht, dass es Vögel gibt, die sogenannte Nestflüchter sind. Dies sind z.B. Enten, Gänse oder Schwäne. Diese Arten kommen bereits mit einem dichten Daunengefieder zur Welt und verlassen das elterliche Nest bereits nach ein bis zwei Tagen. Dann gibt es auch noch „Ästlinge“. Dazu gehören z.B. Amseln, Meisen, Drosseln und Finken. Sie verlassen das Nest bereits, wenn sie noch nicht flugfähig sind, positionieren sich auf Ästen und harren dort aus. Ihre Eltern füttern sie dort weiter. Ein Eingreifen ist also nicht nötig!

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