Wir suchen Mitarbeiter!

pixabay.com

Wir haben für dieses Jahr noch eine Stelle für einen Bundesfreiwilligendienst frei und freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Der/die Bewerber(in) muss mindestens 18 Jahre alt sein.  

Es werden ausschließlich Bewerbungen aus einem Umkreis von 25 km berücksichtigt.

Bitte schicken Sie Ihre vollständigen Unterlagen an: info@tierheim-bettikum.de

z.Hd. Monika Provaznik

Was Katzen schmeckt und guttut: Feuchtfutter im Test

Zwei Katzen fressen
pixabay.com

Mehr als eine Milliarde Euro gaben Katzenbesitzer 2018 in Deutschland für Nassfutter aus, verpackt in Dosen, Aluschalen und Standbeutel. Gerade letztere, die sogenannten „Pouches“, sind schwer im Trend, nicht nur bei Tierfutter. Auch wenn Einzelportionen praktisch sind, häuft sich hier schnell ein großer Müllberg an, der sich mit dem Kauf von Dosen mit möglichst viel Inhalt reduzieren lässt. Wer seine Samtpfoten besonders nachhaltig halten will, greift darüber hinaus auf Streu aus Pflanzen- oder Holzfasern zurück.

Keinerlei Schadstoffe gefunden
Erfreulich im Test ist, dass jedes zweite Nassfutter im Bezug auf den Nähstoffmix mit "sehr gut" oder "gut" abschneidet. Schadstoffe wurden in keinem Futter gefunden und auch Zucker nur in solch geringen Mengen, dass er Katzen nicht schadet. Sechs Futtersorten erhielten die Note "mangelhaft", davon sind fünf von Markenherstellern. Wie bereits im Trockenfuttertest, überzeugt auch dieses Mal wieder das Futter von Handelsketten: Kaufland, EDEKA, REWE, LIDL und Rossmann glänzten mit der Bestnote und kosten pro Tag zwischen 22 und 53 Cent für eine 4-kg-Katze. Kitekat konnte als einzige Marke mit einem "sehr gut" punkten und kostet 55 Cent pro Tag.

Markenhersteller weit hinter der Konkurrenz
"Mangelhaft" haben Bozita, Purina, Miamor, Fressnapf und Vitakraft abgeschnitten. Der Grund dafür ist ein schlechter Nährstoffmix mit zu viel Phosphor, Natrium oder Kalzium. Das gleiche gilt auch für die mit "ausreichend" getesteten Futtersorten von Futterhaus, Penny und Schesir. Phosphor ist in größeren Mengen schädlich für die Nieren. Bei Bozita, Futterhaus, Penny, ALDI Nord, Fressnapf, Vitakraft und Zooroyal wies Stiftung Warentest eine zu niedrige Konzentration an Jod nach, welches sehr wichtig für die Schilddrüse ist und bei zu geringer Zufuhr zu einer gefährlichen Unterfunktion führen kann.

Auf die richtige Menge kommt es an
Katzenbesitzer können also getrost bei Nassfutter von Handelsketten wie LIDL oder REWE zugreifen, ernähren damit ihre Samtpfoten optimal und schonen ihren Geldbeutel ohne schlechtes Gewissen. Doch auch vom besten Futter sollte man nicht zu viel verfüttern und stets das Gewicht der Katze im Blick behalten. Wenn man die Rippen nicht sehen, aber ertasten kann und die Katze eine sichtbare Taille hat, so ist ihr Gewicht ideal. Guten Appetit allen Stubentigern!

Auf hoher See – Missstände bei Tierexport

Kühe im LKW
shutterstock / ocphoto

Im Jahr 2018 passierten laut eines Berichts der EU-Kommision über eine halbe Million Rinder und mehr als zwei Millionen Schafe und Ziegen die Häfen in Irland, Spanien, Kroatien, Frankreich, Portugal, Rumänien und Slowenien, um von dort aus in Drittländer verschifft zu werden. Bereits beim Verladen in LKW und beim Transport zu den Häfen, beginnen die ersten Schwierigkeiten zum Leidwesen der Tiere. Behörden genehmigen Transporte trotz falscher oder unvollständiger Unterlagen und ohne die Wetterbedingungen auf der Strecke zu berücksichtigen. In den Häfen ist niemand rechtlich verantwortlich für die Koordinierung der Ankunft von Viehtransporten und somit kann es zu entsetzlich langen Verzögerungen beim Verladen auf die Schiffe kommen, wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig eintreffen. Viele Tiere sind bereits geschwächt oder verletzt und der Transport via Schiff hat noch nicht begonnen. Je nach Zielhafen, kann dieser mehrere Wochen lang dauern!

Entsetzliche Bedingungen beim Verladen an Häfen
Bevor die Tiere auf die Schiffe verladen werden, müssen sie ausgeruht und gefüttert sein, zumindest laut den Bestimmungen, die für die 13 EU-Ausgangshäfen gelten. Doch in der Praxis sieht das oft anders aus. Nur sechs der Häfen haben Einrichtungen in der Nähe, wo Tiere im Bedarfsfall entladen, getränkt und gefüttert werden können und sie sich von dem kräftezehrenden LKW-Transport erholen können. Es gibt kaum Notfallpläne, wenn es zu Verzögerungen bei der Beladung der Schiffe kommt und die Tiere zusammengepfercht ausharren müssen, im Sommer oft bei Temperaturen jenseits von 30 °C. Manche Häfen haben Kapazitäten für 600 - 860 Rinder, es werden von dort aber zwei- bis dreitausend Rinder auf Viehtransportschiffe verladen. In Spanien hat der Betreiber eines Ausgangshafens eine Vereinbarung mit einem Bauernhoff, dass dieser im Notfall 5600 Rinder und 15000 Schafe aufnehmen kann. Diese positiven Beispiele sind leider in der Minderheit.

Kaum oder gar keine Dokumentation
Besonders schwierig gestaltet sich auch die Dokumentation der Transporte und wer für welchen Streckenabschnitt verantwortlich ist. Auch wenn immer ein Organisator juristisch gesehen der Verantwortliche ist, so werden durch die falsche Angabe eines EU-Zielhafens auch ein falscher Zielort für die Tiere notiert, obwohl diese außerhalb der EU weiter verschifft werden und somit überhaupt nicht mehr nachvollzogen werden kann, wer welchen Streckenabschnitt beaufsichtigt und ob die Tierschutzverordnungen eingehalten werden. Denn eigentlich müssten diese weltweit befolgt werden, wenn der Start des Transportes innerhalb der EU war. Wie der Zustand der Tiere ist, wenn sie in den Drittländern ankommen, ist meist ungewiss. Dort wird kaum dokumentiert und auch kein Feedback an die Behörden des Ausgangslandes geschickt. Daher ist davon auszugehen, dass die EU-Vorgaben, die ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes vorschreibt, nicht bis zum Zielort eingehalten werden.

Tierärzte unter massivem Druck
Die Überprüfung eines Tierarztes, ob die Tiere gesundheitlich in der Lage sind, auf die Schiffe verladen zu werden, ist kaum mehr als eine Stichprobe. Oft werden die Tiere untersucht, wenn sie noch im LKW sind, oder es wird sich ein allgemeiner Überblick verschafft, wenn viele Tiere gleichzeitig zum Verladen über das Gelände des Hafens laufen. Keinesfalls ist ein Veterinär die ganze Zeit vor Ort und überprüft den Gesundheitszustand der Tiere. Es wird nur lückenhaft dokumentiert, wie viele Tiere verletzt oder nicht tauglich für eine Weiterfahrt waren und somit eingeschläfert wurden. Auch die Schiffe entsprechen oft nicht den EU-Vorgaben für den Transport lebender Tiere. Auf die Veterinärbeamten wird großer Druck seitens der Exporteure ausgeübt, Verladungen und Transporte zu genehmigen. Sie müssen sich sogar mit der Androhung rechtlicher Schritte auseinandersetzen, wenn sie einen Export stoppen oder verzögern und von den Behörden bekommen sie in solchen Fällen kaum oder gar keine Unterstützung.

Diese Tierquälerei muss ein Ende haben!
Zu Recht fordert der Deutsche Tierschutzbund zusammen mit der europäischen Dachorganisation "Eurogroup for Animals" erneut ein Ende der Lebendtiertransporte in Länder außerhalb Europas! Nur ein striktes Verbot kann dieses unendliche Tierleid vor und während der Exporte endgültig verhindern.